Drei Menschen ertranken
27.01.2009 19:05 Uhr, aktualisiert 28.01.2009 10:53 Uhr

Foetz: Keine strafrechtlichen Ermittlungen



Foto: Michel Thiel
Am Montag war die Schranke am Monnericher Tunneleingang oben. Der Zugang war durch ein provisorisches Gitter versperrt.

(str/mth) – Die Ermittlungen um den Unfall am Freitagabend in Foetz, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, beschränken sich darauf, den genauen Unfallhergang zu klären. „Es gibt derzeit keine strafrechtlichen Untersuchungen“, betonte Staatsanwalt Jean-Paul Frising am Dienstag gegenüber wort.lu. Tod durch Fremdeinwirkung könne man zweifelsfrei ausschließen.

Drei ältere Franzosen aus dem nahen Grenzgebiet waren am Freitagabend während eines Unwetters in einer überfluteten Autobahnunterführung ertrunken. Ohne im Detail auf den Stand der Ermittlungen eingehen zu wollen, erklärte Frising, die drei Unfallopfer hätten den Radweg, der zu dem Tunnel unter der A4 führt, mit ihrem Kleinwagen von Monnerich in Richtung Schifflingen befahren. Zuvor seien die Opfer vermutlich in einen Einkaufszentrum in Foetz gewesen.

Wie wort.lu am Montag berichtete, befinden sich auf beiden Seiten des 50 Meter langen Tunnels halbautomatische Schranken, die den Zugang zum Tunnel im Fall einer Überschwemmung versperren sollen. Drei Tage nach dem Unfall war der Tunnel beidseitig mit provisorischen Absperrgittern versehen. Die Schranke zur Schifflinger Seite war unten. Die Schranke zur Monnericher Seite war jedoch oben.

„Unfallopfer handelten gesetzwidrig“

Ob am Unfallabend tatsächlich eine Schranke geöffnet und die andere geschlossen war, sollen die Ermittler der Kriminalpolizei klären. „Den Fall gesetzt, dass die Schranke auf einer Seite defekt war, bringt dies allerdings nicht zwangsläufig strafrechtliche Ermittlungen gegen eventuelle Verantwortliche mit sich,“ betont Staatsanwalt Frising. „Der Weg war eindeutig mit einem allgemeinen Fahrverbot gekennzeichnet. Die Unfallopfer haben eindeutig gesetzwidrig gehandelt, als sie den Radweg mit ihrem Auto befahren haben.“

Auch seitens der Straßenbauverwaltung, in dessen Kompetenzbereich der Tunnel liegt, bemüht man sich derzeit um eine rasche Aufklärung. Das betonte Bautenminister Claude Wiseler bereits am Montagabend gegenüber wort.lu. "Es versteht sich von selbst, dass die Polizei im Fall einer solchen Tragödie eine Untersuchung einleitet", so Wiseler. Falls aber ein Sicherheitsproblem bestehe, müsse es schnellstmöglich beseitigt werden.

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Ihre Meinung zum Thema

( 5 )
  • Raymond Heip meint:
    29.01.2009, 17:01 Uhr
    Mein hérzlecht Beiléd un die hannerbliwwen Familgen. Ech fannen et geiff vill mei eng einfach Lësung vir ze verhenneren dass e probëert matt engem Auto an den Tunnel ze fouren. Soss am Land gëtt einfach op all Seit vum Tunnel én(démontabelen wëngst Wartungsarbëchten)Poller aus Eisen mat rod-weissem Warn-Ustrach ant Mëtt vum Wée gesaat. Dat fonktionéert ëmmer an oni Elektrësch. Heip Raymond.
  • Kim Roeser meint:
    29.01.2009, 11:39 Uhr
    dei veronglëckt Leit hun flait net richteg gehandelt andems se ob der Velospiste gefuhr sin, mee et kann een awer net einfach soen: et ass net erlaabt do ze fuhren also haten se Pech gehat. Et handelt sech jo hei net einfach em en Vergoen, mee dei Leit sin em d'Lierwen kom!!
  • G. M. meint:
    28.01.2009, 10:04 Uhr
    ET MECHT EN OCH KENG VELOPISTE AN ESOU E LACH
  • G. M. meint:
    28.01.2009, 07:39 Uhr
    WATT SOLL DAT, MACHT DAT RATTEN LAACH DO ZU ODER MUSS NACH EPPES PASSEIEREN BIS DEN DECKEL DROP KÖNNT
  • Steve   meint:
    27.01.2009, 20:18 Uhr
    Ech mengen den Haer Hoffmann huet net immens vill ze dinn.

    Et ass jo emmer tragesch wann Leit emt Liewen kommen, mee hei hunn se geint Gesetzer verstouss an daat war Pech. Et ass schon erstaunlech wei borneiert e muss sinn fir dass wann d'Autobunn weint Iwwerschwemmung gespaart ass dass een dann nach en Tunnel benotzt deen nach e gutt Steck mei niddreg leit.

    (Redaktion: Kommentar wegen fremdenfeindlicher Äußerungen gekürzt)